Maori

"Habt ihr Ureinwohner gesehen?"


Vielleicht.
Ich nehme an, dass wir keinen Menschen gesehen haben, der vor 1912 geboren wurde. Sahen eigentlich alle ziemlich frisch aus.
Die Masse der Leute ist europäischer Abstammung, dann gibt es viele mit Vorfahren aus dem Pazifikraum (wo auch die Maori herstammen) und jede Menge mit asiatischer Herkunft. An den Orten, an denen wir uns aufgehalten haben, ist dann noch die Dunkelziffer des Anteils an Touristen sehr hoch. ;-)

Der Führer unserer ersten Höhlentour meinte, er wäre Maori.
Da wir keine Zeit hatten, eine Folklore-Show zu besuchen (nächstes Mal vielleicht), bleibt's also relativ gesichert bei dem. War 'auf Arbeit' ganz friedlich. Nach Feierabend - wer weiß. Ist ja nicht so, dass er von Ökokommunenbastlatschenfuzzis abstammen würde. Siehe

Als Māori, in Deutsch/Englisch Maori geschrieben, wird das indigene Volk Neuseelands bezeichnet. Ihre ursprünglich aus der pazifischen Inselwelt stammenden Vorfahren haben vermutlich im 13. Jahrhundert[1], und damit etwa 300 Jahre vor den europäischen Seefahrern, in mehreren Wellen von Polynesien aus das zuvor unbewohnte Neuseeland als erste Einwanderer besiedelt. Ihre Sprache wird Te Reo Māori genannt. Stand 2014 betrug der Anteil der Māori in der neuseeländischen Bevölkerung 14,9 %.[2]

Das Wort „Māori“ wird mit Betonung auf dem a ausgesprochen, das o wird sehr kurz und manchmal kaum mehr hörbar gesprochen. Das Wort bleibt im Plural ohne s. In der Sprache der Māori bedeutet das Wort „normal“ oder „natürlich“. In Legenden und Mythen bezeichnet das Wort sterbliche Menschen im Gegensatz zu Geistern und unsterblichen Wesen. Das Wort hat Kognaten in vielen anderen polynesischen Sprachen, so in der hawaiischen Sprache maoli oder der Sprache Tahitis mā'ohi, mit ähnlichen Bedeutungen. In der zeitgenössischen Māori-Sprache bedeutet das Wort auch „ursprünglich“, „eingeboren“ oder „einheimisch“.

Neben der Bezeichnung „Māori“ bezeichnen sich die Māori selbst auch als Tangata whenua, wörtlich „Menschen des Landes“, und betonen hiermit ihr Gefühl der Verbundenheit mit ihrem Land.


Mal ernsthaft:
Zumindest die Maori-Kultur ist allgegenwärtig. Ortsnamen klingen überwiegend "ur". Oft sieht man auch in kleineren Dörfern eine Versammlungshalle mit Maori-Schnitzereien. Auf öffentlichen Bekanntmachungen liest man dauernd den formelhaften, einleitenden Hinweis auf den Vertrag von Waitangi von 1840. Bei touristischen Führungen wird zuverlässig mindestens auf die Maori-Ortsbezeichnungen eingegangen - bis hin zu Erklärungen, seit wann welcher Stamm ortsansässig ist.

Folkloremäßig zentral scheint der Kriegstanz Haka zu sein. Nun ja, ich bin mir nicht sicher, ob ich einer Vorführung mit dem gebotenen Respekt folgen könnte. Die Maori-Stämme auf der Nordinsel sind in der Tourismusbranche aber schon seit Jahrzehnten professionell zugange; man muss als Tourist wohl keine Angst mehr vor 'nem erzürnten Häuptling haben.
Das Rugby-Nationalteam Neuseelands führt vor jedem Spiel eine unfolklorische Kurzversion auf:
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